Lässt sich Wahlinteresse „gamifizieren“?

Der SWR bietet mit „Wie entscheidest du?“ ein Browsergame zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an. Nils Bühler meint: Auch dieser recht gelungene Versuch spielerischer Aufklärung hat enge Grenzen.

Deutschland ist im Superwahljahr und das inmitten einer Pandemie. Ohnehin schon komplexe Themen werden nicht gerade übersichtlicher. Um eine Entscheidung bei der Wahl zu unterstützen, gibt es schon länger den einflussreichen Wahl-O-Mat, der die Übereinstimmung eigener Werte und Vorstellungen mit jenen der zur Wahl stehenden Parteien abgleicht. Der SWR hat nun ein weiteres Wahl-Game in Umlauf gebracht, welches sich – etwas sperrig – „Wie entscheidest du?“ nennt. Das klingt nach Gamification und Politik und in meinen Ohren damit eher nach einer alptraumhaften Kombination, schließlich haftet dem Ganzen ein „Gschmäckle“ vom Social Engineering inhumaner Human-Resources-Strategien an. Um zu überprüfen, ob mein Trigger begründet ist, habe ich mir das Game einmal angeschaut.

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Von |2021-03-10T15:14:20+01:0010.03.2021|Digitalkultur|

Theater für Zuhause, quasi zum Mitnehmen – Geht das?

Theatervorstellungen mit VR-Brillen direkt nach Hause geliefert – das bietet das Startup Inflight VR mit seinem Programm Frontrow an. Sabine Haas hat das Angebot für das Kultur-Blog getestet.

Zu diesem Artikel gibt es auch ein Interview mit Henning Förster von Inflight VR.

 

Auf vieles müssen wir in Corona-Zeiten verzichten und jedem fehlt sicher etwas anderes in besonderer Weise. Mein Mann vermisst derzeit vor allem das Skifahren, meine Kinder ihre Freunde und ich die Kultur. Mein letzter Besuch in Museum, Theater und Oper liegt inzwischen viel zu lange zurück und ich wäre überglücklich, wenn ich das wieder erleben könnte: Live an Kunst und Kultur teilhaben, im Opernsaal sitzen und in der Pause ein Glas Sekt trinken. Darauf müssen wir noch eine ganze Weile warten. Entsprechend spannend fand ich es, als mir kurz vor Weihnachten das Startup Inflight VR seine Idee „Frontrow“ vorstellte: Mittels virtueller Technologie kann man sich Kulturveranstaltungen nach Hause holen und vom Sofa aus genießen – als wäre man live dabei.

Das musste ich natürlich ausprobieren. Wie es funktioniert, wird auf der Website von Frontrow in wenigen Sätzen erklärt: Man wählt die gewünschte Vorstellung aus, legt sie in den Warenkorb und bucht dazu einen Hin- und Rückversand der VR-Brille. Diese wird umgehend zugesendet und man kann über das VR-Headset in das jeweilige Kulturerlebnis einsteigen. Anschließend wird alles wieder verpackt und zurückgeschickt.

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Von |2021-06-30T14:36:46+02:0019.01.2021|Digitalkultur|

Frontrow – Interview mit Henning Förster

Nachdem Sabine Haas das Theater-VR-Angebot von Frontrow – ein Konzept des Münchener Startups Inflight VR – getestet hat, wollte sie mehr wissen. Henning Förster, COO des Startups, hat sich für ein Interview bereiterklärt und spricht über die Pläne des Angebots und was dahintersteckt.

Dieses Interview ist eine Fortsetzung von Sabine Haas‘ Artikel zu Frontrow.

 

Um mehr über das Projekt Frontrow und seine virtuellen Theaterangebote zu erfahren, habe ich mit Henning Förster, dem COO des Startups Inflight VR gesprochen. Er verantwortet das Projekt Frontrow, das im Dezember vergangenen Jahres seine Arbeit aufnahm.

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Von |2021-06-30T14:36:09+02:0019.01.2021|Digitalkultur|

Die sozialen Netzwerke sperren Trump – ist das in Ordnung?

Sabine Haas wägt ab, inwiefern der Social-Media-Ban von Donald Trump angemessen und demokratisch ist. Darf man Politiker*innen das Wort verbieten, auch wenn sie sich nicht an die gleichen Regeln halten wie andere?

 

Facebook und Twitter haben den US-Präsidenten Donald Trump von ihren Plattformen verbannt. Ein Schritt, den viele begrüßen, der aber auch – zum Beispiel bei Kanzlerin Angela Merkel – Bedenken auslöst: Ist es die Aufgabe der Tech-Konzerne, zu zensieren? Dürfen Sie eigenmächtig eine politisch so relevante Stimme zum Schweigen bringen?

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Von |2021-06-30T14:37:01+02:0013.01.2021|Digitalkultur|

Freie Podcasts werden nicht verschwinden

Podcasts sind ein selbstbestimmtes Medium. Ihre Kontrolle obliegt nur den Produzent*innen und nicht großen Konzernen wie YouTube oder Facebook. Die redaktionelle und technische Umsetzung, inklusive des Hostings und Verbreitens, kann durch eine einzelne Person (oder ein Bot) durchgeführt werden und doch weltweit über die unterschiedlichsten Geräte und Software empfangen werden. Doch seitdem Podcasts in den kommerziellen Interessensbereich gerückt sind, ist die Sorge groß, dass diese Bastion der kommunikativen Freiheit im Internet durch „Plattformisierung“ in algorithmisierte Gleichheit gepresst wird. (mehr …)

Von |2021-06-30T14:43:47+02:0025.06.2020|Digitalkultur|

Chatbots zur musealen Wissensvermittlung?

Viele Museen haben nach langer Corona-Pause wieder geöffnet. Trotzdem kann man nicht behaupten, der Kulturbetrieb hätte wieder zur Normalität zurückgefunden – und das wird er vermutlich für eine ganze Weile auch nicht. Wie also jetzt Kultur vermitteln? Videokunst, Serien, Games und andere ohnehin (inzwischen) meist digitale Kunst genießen verständlicherweise zurzeit eine erhöhte Auslastung, aber was ist mit all dem Material, das in den Museen sonst so große Aufmerksamkeit erlangt und jetzt ein eher staubiges Nischendasein führt? (mehr …)

Von |2021-06-30T15:01:19+02:0003.06.2020|Digitalkultur|

Institutionen für die Games-Kultur

Digitale Spiele teilten einmal die Öffentlichkeit. Einerseits wurden sie täglich analysiert, rezensiert und natürlich gespielt. Andererseits wurde ihre Nutzung in Gänze kritisiert, unter Generalverdacht gestellt und ihre ganze Kultur als nicht-Kunst gewertet oder schlicht und einfach ignoriert. Diese unvereinbar scheinenden Standpunkte weichen sich zum Glück inzwischen auf, die Zeit der aus dieser Spaltung resultierenden Verbotsaufrufe ist (mehr oder weniger) vorbei. (mehr …)

Von |2020-07-14T12:46:53+02:0014.01.2020|Digitalkultur|

QualityLand: Hörbuch für alle, die sich mit der Digitalisierung beschäftigen

Mit den Känguru-Büchern von Marc-Uwe Kling konnte ich nie so richtig was anfangen. Während andere überschwänglich davon schwärmten, war ich maximal »so mittel« angetan. Jetzt habe ich zu Weihnachten das Hörbuch zu Klings Werk »QualityLand« geschenkt bekommen, und es hat mich sehr begeistert. Ein Hörbuchtipp für alle, die mit dem Thema Digitalisierung zu tun haben! (mehr …)

Von |2020-07-14T12:49:43+02:0007.01.2019|Digitalkultur|

Intendant Kay Voges zu Digitalisierung und Theater

Kay Voges ist seit 2010 Intendant des Theater Dortmund und gilt als wagemutig, experimentierfreudig und richtungsweisend für die Digitalisierung des Theaters. Beim diesjährigen KulturInvest-Kongress in Berlin sprach er ausgiebig über sein Verständnis von modernem Theater und seiner Motivation, besonders das Thema Digitalisierung in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen.

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Von |2020-07-14T12:40:44+02:0020.11.2018|Digitalkultur|

Im Spielrausch – eine Ausstellung über Computerspiele und ihre Ähnlichkeit zum Theater

Das Museum für angewandte Kunst Köln (MAKK) glänzt zurzeit damit, als eines der wenigen Museen hierzulande eine Ausstellung über Computerspiele zu präsentieren. Obwohl das Medium nach einer zwischenzeitlichen Phase, in der es in die Zimmer männlicher Jugendlicher verbannt war (so zumindest der Ruf), wieder in die Wohnzimmer (beinahe) aller gesellschaftlichen Schichten avanciert ist, trifft es in Museen auf erstaunlich wenig Aufmerksamkeit. (mehr …)

Von |2020-07-14T12:44:46+02:0008.01.2018|Digitalkultur|
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