Eine Wundertüte voller Überraschungen

Das Seriencamp-Festival ist erstmals online für alle per Stream nutzbar. Sabine Haas urteilt: Die Inhalte sind top, das Format leider flop.

Seit 2015 gibt es das Münchener Seriencamp. Die zuletzt viertägige Veranstaltung war in erster Linie als Publikumsfestival konzipiert, bei dem das Thema Serie im Rahmen öffentlicher und kostenfreier Kino-Vorstellungen zu einem gemeinsamen Erlebnis gemacht werden sollte. Darüber hinaus wurde im Rahmen einer Fachkonferenz der kreative Austausch von Machern, Produzenten und Sendern ermöglicht.

Aktuell wird das Seriencamp coronabedingt erstmals als Online-Event durchgeführt. Es startete am 5.11 mit einer Vorab-Premiere der Serie Spy City und läuft noch bis zum 22.11. Nutzer*innen in Deutschland können sich kostenlos registrieren, um sich die über 70 ausgewählten Serien verschiedener Genres und Herkunftsländer anzusehen. Darüber hinaus gibt es spannende Interviews zu deutschen Neuproduktionen, die während der Fachkonferenz am 6. Und 7.11 geführt wurden.

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Von |2020-11-11T16:58:29+01:0011.11.2020|Kulturkommunikation|

Köln und die Zukunft seiner Museen – MiQua meets DOMiD

Unser Autor Nils wurde zu einer außergewöhnlichen Stadtrundfahrt eingeladen, deren besondere Sehenswürdigkeiten noch in der Zukunft liegen. Auf dem Kultur-Blog berichtet er von seinem Blick in die Zukunft der Kölner Museumslandschaft.

Köln bekommt zwei weitere hochkarätige und besondere Museen. Um einmal deren vollen Namen zu nennen: Es geht um das „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ und das geplante Haus der Einwanderungsgesellschaft des„DOMiD | Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland“. Das MiQua befindet sich gerade im Bau und will neben den Schätzen der archäologischen Zone jüdische Geschichte und Kultur präsentieren. Das Haus der Einwanderungsgesellschaft des DOMiD tritt gerade in die Planungsphase ein und soll eine Begegnungsstätte werden, in der sich Besucher*innen über Migration in Deutschland bilden und austauschen können. Die Institutionen hinter den beiden zukünftigen Museen wollen somit Perspektiven zu Themenkomplexen aufzeigen, die die deutsche Geschichte seit Langem mitprägen und die doch zu selten eingenommen und berücksichtigt werden.  Dieser Schnittmenge möchten beide nun in einem gemeinsamen virtuellen Projekt Ausdruck verleihen.

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Von |2020-11-04T11:51:52+01:0003.11.2020|Kulturkommunikation|

Demokratisierung des Museums: nextmuseum.io versucht, durch Digitalisierung Kurationsprozesse zu öffnen

Wie könnte das Museum der Zukunft aussehen? Die meisten Experimente, die diese Frage beantworten wollen, versuchen, den Museumsbesuch neu zu gestalten – die Kuration bleibt dabei oft verschlossen. Das Museum Ulm und das NRW-Forum in Düsseldorf haben am 1. Juli 2020 die Plattform nextmuseum.io gestartet, die diesen Umstand verändern soll. Ich habe mir das von der Bundeskulturstiftung im Rahmen des Fonds Digital geförderte Projekt einmal angeschaut und mit Marina Bauernfeind, einer Initiatorin des Projekts, gesprochen.

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Von |2020-08-06T16:07:06+02:0006.08.2020|Kulturkommunikation|

Kunst auf Instagram: Like oder Dislike?

Als ich vor wenigen Wochen bei result anfing, dachte ich nicht, dass ich heute hier sitzen und einen Beitrag über Kunst schreiben würde. Als Modebloggerin verstehe ich Mode auch als eine Art von Kunst, allerdings auf eine andere ästhetische Art und Weise. Doch als Liebhaberin von Instagram fragte ich mich: Wie sieht es eigentlich mit Kunst aus? Instagram ist schließlich die kreative Plattform schlechthin, doch verkörpern das dort auch die Kunstmuseen und Künstler? (mehr …)

Von |2020-07-14T12:46:42+02:0004.03.2020|Kulturkommunikation|

MyArtWalk: Langersehnter Kultur-Informations-Hub in einer App

Schon in der eigenen Stadt ist es fast unmöglich, einen Überblick über das Kulturgeschehen zu bekommen und zu behalten. Noch schlimmer ist es, wenn man in einer anderen Stadt verweilt und nur begrenzt Zeit hat. Dort kennt man die Webseiten nicht, auf denen jemand sich die Mühe macht und zusammenträgt, was es Interessantes wo und wann gibt. Meistens muss man sich solche Informationen mühselig zusammenpicken. Das kann ganz schön frustrierend sein. Die App MyArtWalk startet den Versuch, das zumindest im Bereich »Ausstellungen« zu ändern und legt gleich noch eine Art Kunst-Navigations-App drauf. (mehr …)

Von |2020-07-14T12:39:51+02:0011.07.2019|Kulturkommunikation|

»The Highest Level« – die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker betreiben bereits seit 2008 die Digital Concert Hall, ein Pionierprojekt, das die Philharmonie aus ihrem analogen Elfenbeinturm in die digitalisierte Weite bringen soll. Ich habe das Angebot getestet, um herauszufinden, ob der Versuch der Demokratisierung funktioniert, ob die Nutzung des Mediums im Alltag eines interessierten Dilettanten realisierbar ist und ob sie sich überhaupt anbietet. (mehr …)

Von |2020-07-14T12:43:04+02:0027.07.2018|Kulturkommunikation|

Digitalisierung zwingt Kultur zum Dialog – hoffentlich!

Kulturangebote nehmen gerne einmal einen Status weit über ihrem Publikum ein. Kultur (im engeren Sinne der Hochkultur) zeichnet sich selten durch Augenhöhe aus. Sie war (ist) überhöht. Sie steht auf Sockeln, auf Bühnen, in imposanten Gebäuden, mit anderen Worten: Sie steht über dem »gemeinen Volk«. Aus dieser Position kann man zwar einerseits verkünden, erfreuen, aufklären und beseelen. Andererseits wird immer mehr deutlich, dass diese Art von Beziehung »Groß gegen Klein« mit dem digitalen Wandel nicht mehr funktioniert. (mehr …)

Von |2020-07-14T12:52:21+02:0021.02.2017|Kulturkommunikation|

»Wir machen uns die Welt« – Wie man Jugendliche von Kunst begeistert

Jugendliche und Kunst – das ist ein Thema für sich. Es scheint, als wäre es schier unmöglich die Jugend von Kunst und Kultur zu begeistern und sie dafür einzunehmen. Ich selbst habe mich als Kind auch immer davor gedrückt, wenn es um Museumsausflüge ging. »Langweilige« Ausstellungsstücke, deren Wert ich nicht erkannt habe und die verstaubt in großen Hallen herumstanden. Als Kind verstand ich nicht, warum ich sie nicht anfassen darf. Für Kinder bedeutet anfassen und hantieren zu »erleben«. Für mich sollte Kunst kein reines Aufsaugen von Wissen bedeuten. Ich wollte es richtig fühlen dürfen. Da waren Kindermuseen, die zum Berühren und interagieren einluden. Genau richtig für mich, denn sie konnten das erste Interesse wecken. Mittlerweile bin ich älter und damit hoffentlich reifer. Zumindest kann ich mich nun auch für Kunst begeistern, ohne sie anfassen zu müssen (wobei ich das hin und wieder trotzdem gerne machen würde). Das hat allerdings einige Jahre und Kunst-Kurse gedauert. Gibt es vielleicht auch einen einfacheren Weg?  (mehr …)

Von |2020-07-14T12:53:45+02:0004.01.2017|Kulturkommunikation|
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