Digitalisierung zwingt Kultur zum Dialog – hoffentlich!

Kulturangebote nehmen gerne einmal einen Status weit über ihrem Publikum ein. Kultur (im engeren Sinne der Hochkultur) zeichnet sich selten durch Augenhöhe aus. Sie war (ist) überhöht. Sie steht auf Sockeln, auf Bühnen, in imposanten Gebäuden, mit anderen Worten: Sie steht über dem »gemeinen Volk«. Aus dieser Position kann man zwar einerseits verkünden, erfreuen, aufklären und beseelen. Andererseits wird immer mehr deutlich, dass diese Art von Beziehung »Groß gegen Klein« mit dem digitalen Wandel nicht mehr funktioniert. (mehr …)

Von |2020-07-14T12:52:21+02:0021.02.2017|Kulturkommunikation|

»Wir machen uns die Welt« – Wie man Jugendliche von Kunst begeistert

Jugendliche und Kunst – das ist ein Thema für sich. Es scheint, als wäre es schier unmöglich die Jugend von Kunst und Kultur zu begeistern und sie dafür einzunehmen. Ich selbst habe mich als Kind auch immer davor gedrückt, wenn es um Museumsausflüge ging. »Langweilige« Ausstellungsstücke, deren Wert ich nicht erkannt habe und die verstaubt in großen Hallen herumstanden. Als Kind verstand ich nicht, warum ich sie nicht anfassen darf. Für Kinder bedeutet anfassen und hantieren zu »erleben«. Für mich sollte Kunst kein reines Aufsaugen von Wissen bedeuten. Ich wollte es richtig fühlen dürfen. Da waren Kindermuseen, die zum Berühren und interagieren einluden. Genau richtig für mich, denn sie konnten das erste Interesse wecken. Mittlerweile bin ich älter und damit hoffentlich reifer. Zumindest kann ich mich nun auch für Kunst begeistern, ohne sie anfassen zu müssen (wobei ich das hin und wieder trotzdem gerne machen würde). Das hat allerdings einige Jahre und Kunst-Kurse gedauert. Gibt es vielleicht auch einen einfacheren Weg?  (mehr …)

Von |2020-07-14T12:53:45+02:0004.01.2017|Kulturkommunikation|

Serious Game Basel 1610: digital unterwegs auf den historischen Spuren einer Stadt

Ein kleiner Teil einer vergangenen Epoche, die uns im 21. Jahrhundert oft spannend und geheimnisvoll vorkommt, wird durch das Serious Game Basel 1610 einem breiten digitalen Publikum zugänglich gemacht. Serious Games stellen eine Verbindung zwischen Unterhaltung und Lernangeboten dar: Basierend auf realistischen beziehungsweise historischen Ereignissen, betten sie die Vermittlung dieser Informationen in einen spielerischen Kontext ein.  (mehr …)

Von |2020-07-14T12:54:16+02:0002.02.2016|Digitalkultur, Kulturkommunikation|

Wie Blogger Relations für Kulturinstitutionen funktionieren (Teil 1)

Das Thema Bloggen scheint im Kulturbereich noch immer nicht richtig angekommen zu sein. Rund 6.000 deutschsprachigen Museen stehen aktuell 97 Museums-Blogs (Stand 15. Dezember 2015) gegenüber. »Eine unglaublich schwindend geringe Zahl«, stellt Kulturbloggerin Tanja auf ihrem Blog fest. Dabei stellen Blogger eine unglaubliche Chance für Unternehmen und eben auch Kulturinstitutionen dar. (mehr …)

Von |2020-07-14T12:55:24+02:0006.01.2016|Kulturkommunikation|

»All of Bach« bringt Klassik ins Social Web

Das Musikerprojekt »All of Bach« steckt zwar noch in den Kinderschuhen, ist aber schon jetzt mehr als beeindruckend. Die Niederländische Bachvereinigung hat sich in den Kopf gesetzt,  anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums im Jahr 2021 alle Bachwerke als Video ins Netz zu stellen. Das sind insgesamt 1.080 Stücke, die nun Woche für Woche veröffentlicht werden. Bislang wurden bereits 95 Videos hochgeladen.

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Von |2020-07-14T12:56:24+02:0015.12.2015|Kulturkommunikation|

Neues Portal soll Überblick hessischer Kunstangebote schaffen

Manchmal muss man den Schritt wagen und sich von Altlasten befreien, so wie beim Onlineauftritt des Kulturportals für Hessen.  Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat sich für eine Modernisierung stark gemacht und mit Freude den Relaunch des Portals verkündet. Am 1. Juli war es so weit, das Portal war komplett überarbeitet worden und erstrahlte nun in neuem Glanz. Ab sofort sollen jährlich 90.000 Euro in Redaktion und technischen Support investiert werden.
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Von |2020-07-14T12:56:36+02:0004.12.2015|Kulturkommunikation|

Ersetzen Tablets bald die klassischen Notenblätter?

Kürzlich erzählte mir eine Kollegin begeistert von einem Beitrag über die »Brüsseler Philharmonie«, die angeblich auf klassische »Notenblätter« verzichtet und diese gegen das Tablet eingetauscht hat. »Wow«, dachte ich mir, dass sich die Digitalisierung gerade im Bereich des klassischen Orchesters durchgesetzt haben soll, hat mich fasziniert. Sogleich habe ich mich auf die Suche nach weiteren Informationen gemacht und stieß auf die erste Hürde: Dieser Beitrag ist bereits knappe drei Jahre alt. Aktuelle Infos darüber konnte ich nicht finden. Auch die allgemeine Suche nach »Tablets in der klassischen Musikszene« gestaltete sich zunächst als schwierig. Aber aufgeben wollte ich noch lange nicht: Ich grub mich durch kritische Foren, habe Ausschnitte aus Konzerten der Brüsseler Philharmonie gesichtet und letztlich sogar Interviews geführt. Dies brachte Erstaunliches ans Licht.

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Von |2020-07-14T12:56:57+02:0003.11.2015|Kulturkommunikation|

Mit start your art können Nachwuchskünstler den Markt erobern

Das Online-Auktionshaus start your art bietet jungen Künstlern eine Plattform für ihre Werke, um damit erste Schritte im Kunstmarkt wagen zu können. Gegründet wurde es im Jahr 2010 von der Münchner Kunsthistorikerin Jenny Seul, die eine Plattform für Kunstbegeisterte mit begrenzten Ressourcen sowie junge, noch unentdeckte Künstler bieten wollte. Eine zunächst großartige Idee: Kunst wird damit für alle an jedem Ort und zu jeder Zeit verfügbar. Bisher unscheinbaren Talenten wird gleichzeitig die Chance gegeben, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich aller Welt zu präsentieren. Ohne leidige Zwischenhalte.

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Von |2020-07-14T12:57:17+02:0013.10.2015|Kulturkommunikation|
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