Eröffnung »Digitales Vermittlungskonzept« im Rahmen des Projekts Frieden.Europa.
Bildrechte: Münster Marketing

Das Projekt Frieden.Europa der Städte Münster und Osnabrück hat es sich zum Ziel gesetzt, das doch recht sperrige und komplizierte Thema »Westfälischer Frieden« aktuell zu halten – auch bei jüngeren Menschen.

Digitales Angebot für den weichen Einstieg in ein komplexes Thema 

Damit dies gelingt, ist es wichtig, auch die neuen Medien in die Darstellung der Themen mit einzubeziehen. Ein relevanter Projektbaustein ist da das »Digitale Vermittlungskonzept« im Rathaus Münster. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate soll auf verschiedenen digitalen Endgeräten der »Westfälische Friede« interaktiv und verständlich vermittelt werden.

Bislang ist erst der Anfang in Form eines großen Flat-Screens zu sehen. Doch man kann schon erkennen, welche Richtung das Konzept nimmt: Das Thema wird in überschaubare und gut verständliche Kapitel aufgeteilt. Es wird mit Bildmaterial unterlegt werden, das man sich in jeder gewünschten Größe ansehen und im Detail begutachten kann.

Damit wird der Wunsch bedient, Inhalte on demand und in selbstbestimmter Reihenfolge und Tiefe zu entdecken. Anders als bei einer Führung ist man so in der Lage, sich die Aspekte auszuwählen, über die man etwas erfahren möchte, und diese vor Ort mit dem Erlebten abzugleichen.

Das ist sicher ein Anreiz für junge Zielgruppen, etwas tiefer zu »stöbern«, als sie es zum Beispiel bei analogen Texttafeln tun würden. Es zeigt sich allerdings auch: Die Quellen und Bilder, auf die verwiesen werden kann, bleiben historische Materialien, die teilweise auch in digitaler Form nur schwer in die Gegenwart übersetzt werden können. Daran ändert auch die Art der Vermittlung nichts.

Erfolgsversprechendes Konzept?

Der Erfolg des digitalen Vermittlungskonzeptes wird sicher viel damit zu tun haben, wie spannend die digitale Reise in die Vergangenheit geschildert wird und wie sehr man damit Besucherinnen und Besucher in den Bann zieht. Bestimmt kann die moderne Form der Darstellung aber dazu beitragen, erste Hürden abzubauen und so den Einstieg zu erleichtern.

Das Gesamtkonzept soll in den kommenden Wochen und Monaten fertiggestellt werden. Mehr dazu dann in einem folgenden Blogpost.

Lese-Tipp

Wer sich für das Thema interessiert, dem sei das zum Projekt Frieden.Europa gewidmete Blog der Stadt Münster ans Herz gelegt. Auch ich werde darauf regelmäßig berichten. Münster wird für die kommenden Monate also mein »place to visit«.

Sabine Haas
ist Medienpsychologin, Philosophin und beschäftigt sich seit Jahren mit dem digitalen Wandel. Einer ihrer Schwerpunkte sind dabei Kulturangebote in Fernsehen und Radio. Auch das Thema „Kultur im Netz“ behandelt sie seit längerer Zeit. Daneben ist sie eine leidenschaftliche Liebhaberin der Oper.