Kurzreise Gstaad: Ein Kultur- und Naturerlebnis

Von |2022-09-17T09:47:15+02:0031.08.2022|Unterwegs|

Unsere Kurzreise nach Gstaad in die Schweizer Berge war geprägt von Kultur, Kulinarik und einer zauberhaften Landschaft. Leider ist die Schweiz immer ein sehr teures Reiseziel – aber auch ein wunderschönes Land. Daher sollte man, wenn es vom Budget her möglich ist, einen Kurztrip zum Menuhin Festival in Gstaad durchaus in Betracht ziehen: Es lohnt sich sehr!

Das Klassik-Musik-Festival wurde 2022 das 66. Mal ausgerichtet. Es findet jährlich im Sommer statt und geht über einen Zeitraum von fast drei Wochen. Vor der imposanten Kulisse der Schweizer Berge wird ein breites musikalisches Repertoire an verschiedenen Aufführungsorten auf die Bühne gebracht. Viele international renommierte Musikerinnen und Musiker sind Teil des Programms.

 

Eine Anreise mit Hindernissen

Ich war dieses Jahr das zweite Mal dabei. Allerdings ist der diesjährige Kurzurlaub eine Reise mit Hindernissen: Mein knapp einen Monat junger Mercedes EQA lässt uns auf der Autobahn bei Bern im Stich. Er muss in die Werkstatt. Da unsere Panne Donnerstag in der Nacht passiert, ist nur der Freitag für die Reparatur zur Verfügung. Nach vielen Stunden am Telefon mit sehr wenig service-orientierten Mercedes-Mitarbeitenden bleibt uns aber nur die Weiterreise mit dem Taxi und der Bahn.

Trotz dieser Widrigkeiten machen wir das Beste aus den drei Tagen Schweiz und erleben eine abwechslungsreiche Zeit mit viel Kultur und einer wunderschönen Naturlandschaft. Einigermaßen versöhnt und zufrieden treten wir am Sonntag – im Zug – die Heimreise an.

 

Tag 1: Gemütliches Flanieren durch Gstaad und Saanen

Am ersten Tag müssen wir uns erst einmal um das kaputte Auto kümmern und starten daher erst mittags mit unseren Aktivitäten. Normalerweise wären wir am Vormittag gewandert, denn dafür ist die Region ideal geeignet. Als Alternativprogramm flanieren wir durch die Orte Gstaad und Saanen.

Gstaad ist ein beliebter Ort der internationalen High Society mit einer langen Tradition als Ski-Ort. Es ist ein pittoreskes kleines Örtchen mitten in den Bergen gelegen. Im Ort gibt es zwei wunderschön anzusehende Schlosshotels und ein paar Läden, die wir allerdings links liegen lassen, weil wir weder bei Louis Vuitton noch bei Prada einkaufen möchten. Den Ortskern bildet ein Platz mit einer kleinen Kapelle, die auch als Spielort für das Festival fungiert. Hier kann man sehr schön in der Sonne sitzen und die Landschaft genießen.

Saanen ist etwas größer als Gstaad und ist zu Fuß etwa eine halbe Stunde entfernt. Dort ist die Auswahl der Geschäfte größer, allerdings nur unwesentlich. Auch Saanen ist idyllisch gelegen und hat mit seinen Holzhäusern, den Geranien vor den Fenstern und vielen kleinen Blumengärten den typischen Charme der Bergregionen.

Wir laufen die Ortschaften ab und entdecken ein nettes Café für einen kurzen Zwischenstopp. Die Gastronomie in Gstaad und Saanen ist – wie in der Schweiz generell – preislich eher gehoben und von guter Qualität. Meine Reisebegleitung bestellt ein leckeres Clubsandwich. Ich gönne mir eine Crepé mit Nutella und Beeren. Beides sehr lecker und für den Start in den Urlaub genau richtig.

Den Nachmittag verbringen wir im Hotel, da uns ein Sommergewitter nach drinnen treibt. Untergekommen sind wir im Gstaaderhof, einem rustikalen Vier-Sterne-Haus mit einem sehr guten Restaurant. Wir spielen Billard und bereiten uns auf den Abend vor, denn für 19.30 Uhr steht unser erster Konzertbesuch auf dem Plan.

Was uns ein Rätsel aufgibt, ist allerdings die abendliche Essens-Organisation: Laut Google-Recherche öffnen fast alle Restaurants in Gstaad erst um 18.30 Uhr. Um 19 Uhr geht der Shuttle Richtung Aufführungsort. Zwischen 21 und 22 Uhr schließen die meisten Restaurants ihre Küche. Also wird es sowohl vor als auch nach dem Konzert mit dem Essen schwierig. Es erschließt sich uns nicht, warum Festival und Gastronomie zeitlich so schlecht aufeinander abgestimmt sind. Wir entscheiden uns dafür, im Hotel zu essen. Da im Gstaaderhof viele Festival-Gäste wohnen, öffnet das Restaurant während der Konzerte früher als üblich. Mit viel Personal und einer vorbereiteten Küche wird optimal auf die zeitliche Planung der Konzertbesucher*innen eingegangen. Man kann entspannt essen, obendrein in hervorragender Qualität.

Unser erstes Konzert findet in der historischen Kirche Saanen statt und ist ein großartiges, musikalisches Erlebnis. Einen ausführlichen Bericht findet Ihr hier. Wir lassen den Abend mit einem nächtlichen Spaziergang durch Saanen und Gstaad ausklingen und sind schon deutlich entspannter, als wir es uns noch vor ein paar Stunden hätten vorstellen können.

Natur in der Schweiz mit Bergen und Wanderweg

Tag 2: Wanderung durch die Schweizer Berge und eine actionreiche Talabfahrt

Es gibt rund um die Orte Gstaad und Saanen verschiedene Gondel-Verbindungen in die Berge. Man kann bis auf 3.000 Meter fahren und auf allen Stationen finden sich eine Reihe von Wander-Routen. Da wir auch heute Abend Konzert-Karten im Rahmen des Menuhin-Festivals haben, müssen wir uns mit einer Halbtages-Tour begnügen. Dies ist aber in dieser Region gar kein Problem, es gibt Tourentipps für jede Kondition und Dauer.

Wir entscheiden uns für eine Gondelfahrt auf den Wispile, den Gstaader „Hausberg“ mit wunderbarem Panoramablick. Nach einem kurzen Aufenthalt und einer kleinen Rundwanderung auf dem Gipfel gehen wir bergab bis zur Mittelstation. Dort leiht sich meine Reisebegleitung ein sogenanntes „Trottinett“, also einen Roller mit extra dicken Reifen. Damit rast er den Rest des Berges herunter. Ein lustiger Spaß und immerhin ein kleiner Action-Punkt, wenn man sich so Highlights wie Paragliding etc. nicht leisten möchte.

Am Abend steht dann die Oper Zauberflöte auf dem Programm. Sie wird in einer halbszenischen Aufführung mit sehr renommierten Künstlerinnen und Künstlern im Festival-Zelt auf die Bühne gebracht. Der Einfachheit halber, essen wir auch an diesem zweiten Abend wieder im Hotel und es ist wieder ein sehr nettes Ambiente mit ausgezeichnetem Essen.

Blick über die Berge in der Schweiz

 

Tag 3: Mit dem Zug durch die Schweizer Berge und nach Köln

Am Sonntag geht es dann schon wieder nach Hause. Da wir auf den Zug angewiesen sind, müssen wir leider schon früh starten. Wären wir wie geplant mit dem Auto unterwegs, hätten wir den Vormittag noch mit einem kleinen Programmpunkt gefüllt. Wir hätten zum Beispiel gerne noch die Sommerrodelbahn auf dem Glacier 3000 ausprobiert – vielleicht beim nächsten Mal.

Die Zugreise dauert zwar ewig (dank Verspätung Deutsche Bahn neun Stunden), führt uns aber immerhin zu Anfang noch einmal ausgiebig durch die Schweizer Berglandschaft. Mich erinnert diese Region immer an die romantischen Landschaftsbauten von Modell-Eisenbahnen. Jedenfalls kam ich mir fast so vor, als säße ich in einer Märklin. 😊

Insgesamt ist ein Besuch des Menuhin-Festivals für mich deswegen so verlockend, weil sich Kultur, Kulinarik und Bergwandern wunderbar zu einem unglaublich entspannenden Kurzurlaub verbinden lassen. Sogar trotz des anfänglichen Ärgers rund um das kaputte Auto hatten wir das Gefühl, aus dem Wochenende gestärkt nach Hause zu kommen. Die besuchten Musikkonzerte werden unvergesslich bleiben und der ruhige Ort mit seiner gewaltigen Natur vermittelt einem das Gefühl von Ruhe und Gelassenheit. Wir werden sicher wiederkommen…

Grimme Online Award 2017

Von |2020-07-14T12:50:39+02:0001.08.2017|Digitalkultur|

Es ist zwar schon einen Monat her, dass der Grimme Online Award verliehen wurde, aber erst jetzt bin ich in Ruhe dazu gekommen, mir die Preise anzusehen. Und es erstaunt mich auch dieses Jahr wieder, wie viele – nimmt man die Nominierten hinzu – schöne und relevante Inhalte im Netz zu finden sind, wenn man einmal abseits der eigenen Filterblase und der großen Plattformen schaut. (mehr …)

Jonas Kaufmann als Dichter und Revolutionär – hinreißende Stimmen, wuchtiges Bühnenbild, außergewöhnliches Publikum

Von |2017-04-25T13:58:16+02:0025.04.2017|Oper|

Das habe ich mir gewünscht und dann tatsächlich geschenkt bekommen: Den Besuch einer Opernvorstellung mit Tenor Jonas Kaufmann. Um dieses Geschenk „einzulösen“, war ich am vergangenen Wochenende in München in der Vorstellung „Andrea Chénier“ von Umberto Giordano in der Bayerischen Staatsoper.

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Neues Portal soll Überblick hessischer Kunstangebote schaffen

Von |2020-07-14T12:56:36+02:0004.12.2015|Allgemein|

Manchmal muss man den Schritt wagen und sich von Altlasten befreien, so wie beim Onlineauftritt des Kulturportals für Hessen.  Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat sich für eine Modernisierung stark gemacht und mit Freude den Relaunch des Portals verkündet. Am 1. Juli war es so weit, das Portal war komplett überarbeitet worden und erstrahlte nun in neuem Glanz. Ab sofort sollen jährlich 90.000 Euro in Redaktion und technischen Support investiert werden.
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Das papierlose Büro in der Kultur

Von |2020-07-14T12:57:55+02:0007.10.2015|Digitalkultur|

Schon im April hatte der Social Media Chat Bonn über das papierlose Büro diskutiert. Seitdem schlummert in mir die Idee, dies zu einem Blogposting zu verarbeiten. Naja, schlummern – wohl eher: Ich hatte die Idee, habe sie aber bis jetzt noch nicht umgesetzt.

Es ging um Folgendes: Ist ein papierloses Büro sinnvoll, machbar und gut? Wie sieht es bei Privatleuten, Selbstständigen, Firmen und dem Kulturbereich mit dem papierlosen Büro aus? Das Fazit des Abends war, viele versuchen ein papierloses Büro zu erstellen, aber an vielen Punkten hakt es noch. Zum Teil wird sogar mehr Papier benötigt als zuvor und der Respekt vor dem Original (Rechnung, Unterschrift etc.) ist ungebrochen hoch. Angst vor juristischen Schwierigkeiten, Anzweifeln der Richtigkeit, aber auch ganz praktische Dinge, wie die Schwierigkeit lange Texte am Bildschirm zu lesen, bremsen die Revolution zum papierlosen Büro.

Die Papier-Stapel türmen sich in der Redaktion.

Die Papier-Stapel türmen sich in der Redaktion.

Papierloses Büro für mich?

Mir stellte sich sofort die Frage, wie mache ich das eigentlich? Will ich ein papierloses Büro? Spätestens jedes Jahr, wenn ich die Steuererklärung mache und mich durch einen Berg von Papier wühlen muss, wünsche ich mir die Einfachheit eines digitalen Dokumentes, das man per Knopfdruck nach dem richtigen Keyword durchsuchen kann. Auf der anderen Seite, verstehe ich aber auch die Papierverfechter. Vieles, was mir wichtig ist (Arbeitsverträge, Aufträge, Rechnungen) drucke ich aus und lege es ab. Ich weiß, das muss nicht sein, aber ich tue es trotzdem. Es hilft mir den Überblick zu behalten.

In meinem Beruf als Lektorin und Redakteurin drucke ich bereits sehr viel aus. Korrekturfahnen, Texte, Manuskripte. Alles was länger ist und korrigiert werden will, wird mindestens ein- oder sogar zweimal ausgedruckt und “analog” gelesen. Ich sehe die Fehler einfach besser auf dem Papier. Hier trifft wieder das Argument zu, dass langes Lesen am Bildschirm ermüdet. Obwohl ich sagen muss, das meine Augen – was das angeht – schon seit Jahren immer wieder gut trainiert werden. Gut, es ist nicht gerade gesund. Dass ich während meines Studiums kurzsichtig geworden bin, ist sicherlich eine Folge der Bildschirmarbeit. 😉 Vielleicht waren es aber auch die Stunden in der Bibliothek beim Lesen von Büchern bei schlechtem Licht. Man wundert sich doch, warum man in einer Bibliothek keine vernünftigen Lampen hat, erst recht, wenn es eine alte (historische) dunkel getäfelte Bibliothek ist.

Aber ich komme zu dem Papier zurück. Auf und neben meinem Schreibtisch türmen sich also öfter Papierberge. Das muss sein und das werde ich sicherlich nicht ändern. Aber die organisatorischen Dinge, Verwaltungsangelegenheiten: Hier überlege ich ernsthaft etwas zu ändern. Meine Bank schickt mir schließlich auch schon keine Kontoauszüge mehr, sondern die bekomme ich nur noch als digitale Datei zum Herunterladen. Vielleicht kann ich – abgesehen von Korrekturen – mein Büro auf papierlos umstellen. Das würde zukünftige Umzüge äußerst erleichtern – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Was ist mit dem Kulturbereich?

Im Kulturbereich ist natürlich ebenso das Ziel, irgendwann papierlos zu sein. Aber ich befürchte wir haben da noch einen sehr langen Weg vor uns. Bei uns im Büro wurde zwar immerhin schon auf Greenprinting umgestellt. D. h. nicht jedes Büro hat einen eigenen Drucker, sondern es gibt nur einen Drucker auf jeder Etage, der von mehreren Büros genutzt wird. Aber es wird immer noch gedruckt, als bräuchten wir das Papier und den Toner zum Atmen. Eine Rundmail an 5 Personen, die für eine wichtig war und den anderen 4 in CC geschickt wurde, finde ich sicherlich 3 x ausgedruckt auf unserem Drucker. Die 2 anderen haben mit Sicherheit auch gedruckt, nutzen aber den Drucker im Erdgeschoss. Von der Archivierung und Aufbewahrung dieser ganzen Druckerzeugnisse gar nicht zu reden. Denn es muss ja auch alles aufgehoben werden, falls mal jemand etwas sucht. Unsere Registratur verzweifelt regelmäßig, wenn wieder unbeschriftete und unsortierte Ordner auftauchen, voll gestopft mit Emails und Kram, den wahrscheinlich keinen wirklich mehr interessiert. Aber es ist einfach einfacher, auf Drucken zu klicken und es in einen Ordner zu heften, als sich über eine vernünftige Ablage im PC zu bemühen. Und ja auch Daten brauchen Platz, Speicherplatz.

Andererseits ist so ein Stück Papier einfach unglaublich praktisch. Es kann auch noch nach Jahrzehnten ohne Probleme gelesen werden, es sind keine speziellen Programme notwendig oder bestimmt Hardware. Und so ein abgeheftetes Stück Papier bleibt. Ein Dokument, das vor 30 Jahren vernünftig abgeheftet und beschriftet worden ist, kann heute wieder gefunden werden und bei Fragen weiterhelfen, sei es zu Bildrechten, sei es zu Restaurierungsunterlagen, sei es zu Kontaktinformationen. Das hörbare Aufatmen habe ich schon des Öfteren gehört, wenn ein altes Dokument erfolgreich im Archiv wieder gefunden wurde. 😉

 

Digitale Sammlungen

Neben den üblichen verwaltungstechnischen Dingen eines Büros, ist die Digitalität natürlich inzwischen auch in den Museen und ihren Sammlungen angekommen. Bzw. zumindest das Bewusstsein, dass es praktisch ist, eine digitale Sammlung zu haben. Durchsuchbarkeit, das Finden von Objekten, das Ablegen von Zusatzinformationen in Form von Datenbanken ist bereits in einer normalen Inventardatenbank zu finden. Jedes Objekt bekommt eine Inventarnummer und wird erfasst. Mit Größe, Zustand, Material, eventuell noch weiteren Informationen wie Fundort, Verkäufer, Finder, Restaurator etc. In der Datenbank kann man vieles erfassen. Das eine solche Datenbank den alten Zettelkatalog oder auch die handschriftliche geführten Inventarbücher abgelöst hat, da widerspricht keiner mehr der Nützlichkeit. Wo es noch Zweifel auszubügeln gilt, ist die Digitalisierung von Sammlungen. Alleine schon das Foto eines Objektes hilft in der Datenbank immens weiter. Sei es nun eine mittelalterliche Handschrift oder ein römischer Krug; die Informationen, die bereits über ein Bild übertragen werden, sind vielfältig. Und so lassen sich viele Dinge bereits am PC klären und das Objekt muss nicht erst umständlich aus dem Depot herausgeholt und transportiert werden – erst wenn es tatsächlich benötigt wird, z. B. für eine Ausstellung. Das ist für den Zustand eines Objektes einfach am besten: so wenig wie möglich bewegt zu werden.

Vieles kann erleichtert werden. Schnelle Recherchen – wie etwa, ob es sich tatsächlich um das gesuchte Stück handelt, oder doch nur ein Fragment eines Kruges ist oder gar ein ganz ähnliches Bild, aber nicht das gewünschte – sind durch eine gut gepflegte Datenbank mit digitalen Fotos mehr als hilfreich. Und genau da sind wir an dem Knackpunkt der ganzen Geschichte. Denn egal ob analoger Zettelkasten oder digitale Datenbank, beides muss sorgfältig gepflegt werden. Ein Tippfehler im Schlagwort oder ein falsch abgeheftetes Dokument und schon findet man es nie wieder – es sei denn aus Zufall.

Zurzeit gibt es ein paar Vorreiter, was das Digitalisieren angeht: Als Beispiel sei hier das vielgenannte Rijksmuseum in Amsterdam genannt, die ihre Sammlung zum sehr großen Teil digital im Internet zur Verfügung stellen. Dadurch haben sich dem Museum ganz neue Möglichkeiten eröffnet und auch neue Perspektiven ergeben. Auch deutsche Museen versuchen ihre Sammlungen digital durchsuchbar zu machen und so nicht nur im Museum ihrem Vermittlungscharakter zu entsprechen. Projekte wie das Archiv der Fotografen von der Deutschen Fotothek ist eine sich ständig erweiternde Datenbank zu deutschen Fotografen. Hier können ihre Werke gesucht werden, gleichzeitig wird immer auf den korrekten Urheber, Rechteinhaber etc. verwiesen, so dass alle Rechte gewahrt bleiben und man sofort einen Ansprechpartner (für Leihgaben und/oder Lizenzen) hat. Solche Projekte zeigen, dass es papierlos/digital funktionieren kann – und zwar erfolgreich.

 

Ein Kulturblog – was soll das?

Von |2022-10-10T09:11:58+02:0009.02.2015|Digitalkultur|

Unter der Adresse www.kultur-blog.de möchten wir von nun an ein Kulturblog betreiben. „Tolle Idee“, werdet Ihr denken, „die hatte vorher ja noch keiner!“ Es stimmt: Wir sind nicht der erste Kulturblog im Netz. Aber unser Content wird hoffentlich dennoch eine zusätzliche Bereicherung sein. Und das Schöne am Internet ist ja: Hier ist Platz für ganz ganz viel.

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Artbookworld – Ein Onlineshop für Kunstbuchliebhaber

Von |2020-07-14T13:00:30+02:0004.02.2015|Unterwegs|

Wo kauft ihr eure Kunst- und Kulturbücher? Wo kauft ihr schöne Bücher? Als erstes fallen mir Museumsshops, Antiquariate und das Internet ein. Und manchmal auch die lokalen Buchhandlungen, aber nur wenn ich schon genau weiß, was ich kaufen möchte und es dort bestellen kann. In den seltensten Fällen sind diese Bücher in den Regalen vorhanden. Ausnahmen sind selbstverständlich Fachbuchhandlungen oder Bestseller, was bei Kunstbüchern, aber doch eher selten ist. Bei dem „großen Onlinehändler mit dem A.“, wie es meine Buchhändlerin immer so korrekt ausdrückt, bekommt man alles oder zumindest sehr sehr viel. Drastische Rabattierungen, versandkostenfreie Lieferung und der Lieferservice direkt nach Hause verführt viele Buchkäufer dazu, schnell auf den „Kaufen“-Button zu drücken. Mich hat er in der Vergangenheit schon oft verführt, das gebe ich zu. Aber gerade die Diskussionen um die Situation der Mitarbeiter und der Verlage (unabhängige kleine Verlage, Autoren etc.) waren so überzeugend, dass ich mich im vergangenen Jahr verstärkt nach Alternativen umgesehen habe. Und es gibt diese Alternativen! Sie sind vielleicht noch nicht so bekannt, aber das wird mit der Zeit hoffentlich kommen.

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