Literaturbesprechungen brauchen einen medialen Neuanfang

Literaturformate in den Medien erleben eine Krise. Statt sich zu verändern, halten sie an überholten Privilegien fest. Nils Bühler meint: Um aus der Echokammer zu kommen, muss Literaturkritik anders auf die Menschen zugehen.

 

Die Literaturkritik sieht sich unter Druck gesetzt. Im Radiosender WDR3 stehen Veränderungen an. Unter anderem soll sich an der Kultursendung Mosaik morgens um kurz nach 6:00 Uhr etwas ändern. Was genau sich ändern soll, ist noch nicht klar, und offiziell ist sowieso noch nichts, doch eine geleakte Mail aus den Kreisen des WDR führt zum großen Aufschrei. Werden die Buchbesprechungen, die fester Bestandteil der Literaturszene sind, komplett gestutzt? Wird die Literatur im Öffentlich-Rechtlichen noch weiter zurückgedrängt?

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