Digitale Blog-Posts des Museums für Kommunikation

Von |06.07.2023|Digitalkultur|

Ein Gastbeitrag von Laura Heyer, Mitarbeiterin des Museums für Kommunikation in Bern

 

Museen erhalten Objekte für die kommenden Generationen. Sie sind damit etwas zutiefst Analoges – und doch spielt auch hier die Digitalisierung auf mehreren Ebenen eine sehr bedeutende Rolle. Gerade bei einem Museum, dessen Stifterinnen das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom und die Schweizerische Post sind. Wöchentlich erscheint bei uns mindestens ein neuer Beitrag auf unserer Website. Zu Wort kommen dabei alle aus unserem Team. Ich zeige hier eine kleine Auswahl der Blogbeiträge, die sich um das Thema Digitalisierung drehen. Was ein Albumtitel von Falco, die Ukraine und Küssen damit zu tun haben? Lesen Sie selbst. Herzlich willkommen bei den digitalen Blogs des Museums für Kommunikation in Bern.

 

Museumsobjekte erzählen von der Digitalisierung

Wenn unsere Kommunikator:innen durch unsere Kernausstellung führen, bleiben sie oft an einem riesigen Metallschrank stehen, der ERMETH. Die Abkürzung steht für Elektronische Rechen-Maschine der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich. Wenn es um historisch-technische Museumsobjekte geht, schreibt Juri Jaquemet, Sammlungskurator Informations- und Kommunikationstechnologie, gerne Blog-Beiträge und erzählt deren Geschichten.

Noch während des Zweiten Weltkrieges rechnet die Schweiz analog. Mit der Gründung des Instituts für Angewandte Mathematik an der Zürcher Hochschule beginnt 1948 im Alpenland das Zeitalter der programmierbaren Rechenautomaten. Institutsleiter Professor Eduard Stiefel reist mit Kollegen zu den Computerpionieren in die USA. Er publiziert 1951 die Erkenntnisse und erregt damit internationales Aufsehen – vor allem aber hat er sich das Fachwissen für den Bau eines digitalen Rechengerätes geholt. Trotz vieler Probleme beim Bau des Riesencomputers – mit Lieferanten und Abwerbungen durch IBM – wird dieser 1958 in Betrieb genommen und ist bis 1963 fast pausenlos im Einsatz.

Hier geht’s zum Blog-Post „ERMETH – Computer made in Switzerland“ von Dr. phil. Juri Jaquemet.

 

Ermeth Computer und Metallschrank im Museum für Kommunikation in Bern.

Heute steht die ERMETH im Museum für Kommunikation in Bern. Für diese Aufnahme wurde der Computer extra freigestellt. Mittlerweile steht der Rechner in der Zone Datacenter der neuen Kernausstellung. Foto: Museum für Kommunikation, Bern.

 

Neben diesem Leitfossil der Schweizer Informatikgeschichte, beginnt – ebenfalls in den Nachkriegsjahren – die Geschichte des mobilen Telefonierens in der Schweiz. Radiovox heisst das System und füllt den halben Kofferraum eines Autos. 1978 lanciert die PTT (Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe, staatliche Behörde zwischen 1928 und 1998) dann das Nationale Autotelefon – kurz Natel. Das Model A ist als tragbarer Koffer von 15 kg für 10’000 CHF zu haben. Die Geräte werden bald kleiner, billiger und stammen fortan meist nicht mehr aus Schweizer Produktion. Die tieferen Preise ermöglichen es, dass sich die mobile Telefonie im Alltag durchsetzt.

 

Historisches Bild mit einem Natel A im Koffer auf einer Motorhaube in den 70er Jahren.

Tragbares Natel A im Koffer: Damit wird die Telefonie in der Schweiz definitiv mobil. Aufnahme Ende der 1970er Jahre. Foto: Museum für Kommunikation, Bern.

 

Auch in den immobilen Telefonkabinen findet sich in den 1990ern ein erstes Anzeichen der kommenden Digitalisierung: Das Telefonbuch wird durch den Teleguide ersetzt. Ein Gerät, das den Online-Zugriff auf das vollständige Teilnehmende-Verzeichnis ermöglicht. 2002 zählt die Statistik dann für die Schweiz erstmals mehr Mobil- als Festnetzanschlüsse, ab 2007 sogar mehr als Einwohnende – damit beginnt das langsame Ende der Telefonkabinen. In der NZZ plädiert zwar ein Architekt augenzwinkernd für den Erhalt einiger Kabinen als künftige Stationen zum Beamen, aber so weit ist es noch nicht. Und so demontiert die Swisscom, eben gerade von der Telefonkabinenpflicht befreit, 2019 ihre letzte Telefonkabine der Schweiz. Sie steht nun im Depot des Museums für Kommunikation in Bern und bleibt der Nachwelt erhalten.

 

Digitale Strategie des MfK

Social Media, digitale Besuche, Sammlungsdatenbanken und eine App zur Zeiterfassung – die digitale Transformation ist in allen Bereichen des Museums angekommen. Und die Situation wird zunehmend komplex. Deswegen entwickeln wir seit 2019 auf Führungsebene eine digitale Strategie. Sie soll ein koordiniertes Vorgehen und den Austausch zwischen allen Bereichen etablieren. Christian Rohner, stellvertretender Direktor und Leiter Ausstellungen und digitales Museum berichtet in seinem Blog-Beitrag von den Anfängen.

Die im Februar 2020 öffentlich präsentierte Strategie verfolgt insgesamt drei Ziele: die Präsenz in der virtuellen Welt auszubauen, die kulturelle Teilhabe zu stärken und eben auch das kulturelle Gedächtnis zu fördern.

Unser erstes Ziel der virtuellen Präsenz, also als vernetzte Gedächtnisinstitution zeit- und ortsunabhängig erlebbar zu sein, wird schon einen Monat nach der Veröffentlichung dieser theoretischen Worte anfangs 2020 zum praktischen Muss: «Das Museum ist bis auf Weiteres GESCHLOSSEN» prangt in Grossbuchstaben auf unserer Homepage. Eine Pandemie namens Corona hat das Leben lahmgelegt. Das zwingt uns dazu, einige Aspekte unserer Zukunftsstrategie schnell zu erproben. Bereits zwei Wochen nach der Schliessung begrüsst ein dreiköpfiges Team viermal in der Woche Besuchende per Livestream. Die schnelle Einführung dieses neuen, digitalen Formats ist nicht einfach, denn in unserem Team hat niemand Erfahrung damit. Auf welchem Kanal soll gestreamt werden? Was sind Konsequenzen in Bezug auf das Urheberrecht und wie sollen diese Führungen archiviert werden? Die Antworten auf all diese Fragen können wir nur nach dem Trial-and-Error-Prinzip finden. Der digitale Wandel der vergangenen Jahrzehnte zeigt sich in diesem neuen Vermittlungsformat eindrücklich: Wäre für ein vergleichbares Vorhaben noch bis in die 1990er Jahre ein TV-Übertragungswagen samt Ton, Kamera und Moderation notwendig gewesen, reichen jetzt ein Smartphone und ein Streamingdienst. Der letzte Stream – als Video on demand untem im Blogbeitrag zu sehen – spiegelt die Experimentierfreude des Teams wider: Was sie in einer Weiterbildung zu Auftrittskompentenz gelernt haben, geben sie hier mit einem Geheimrezept und Aerobic-Instruktionen an die Aussenwelt weiter.

 

Der Blick aufs Nicht-Digitalisierte

Von einem unvorhergesehenen Ereignis der Gegenwart zum nächsten: «Einer meiner ersten Eindrücke als ich in der Schweiz ankomme, ist die Aufmerksamkeit und Sensibilität der Schweizer:innen für wiederverwertbare Materialien (…) und das scheinbar komplizierte Sortier- und Sammelsystem für Abfälle. Von aussen betrachtet sieht die Situation nahezu perfekt aus.» Das schreibt Liubov Dubynets, die vor dem Krieg aus der Ukraine in die Schweiz geflüchtet ist und uns vom Oktober 2022 bis Februar 2023 als Projektmitarbeiterin im Sammlungsteam unterstützt hat. Zum Abschluss ihrer Tätigkeit bei uns hat sie einen Blog-Post geschrieben – und uns mit der Themenwahl überrascht. Sind wir gar nicht so modern und digital? Sie wundert sich, warum die Zugänge für ein Bankkonto mittels fünf einzelner Briefe zugestellt werden, statt direkt in der Bank übergeben oder eben digital, per Mail zugesendet zu werden. Deswegen schaut sie sich das Ganze mal statistisch an: Öffentlichen Zahlen zufolge ist die Schweiz eines der führenden Recyclingländer der Welt. Aber sie ist auch bei der Müllmenge das drittgrößte Land Europas. Und die Schweizer:innen verbrauchen jährlich rund 190 kg Papier pro Kopf, weltweit sind es rund 57 kg.

 

Zerknülltes Papier, Symbolbild Blogbeitrag MfK, Land der Papierberge

Foto: Museum für Kommunikation, Bern.

 

Ob die E-Mail diesbezüglich ein absolutes Allheilmittel sein könnte? Sie spricht von ihrer Erfahrung in der Ukraine, wo kaum Briefe mit der Post verschickt werden, fast alle Kommunikationsprozesse sind digitalisiert. Sie geht dem Thema und den Zahlen weiter nach und stellt fest, dass der elektronische Brief gar nicht so fehlerfrei ist wie angenommen. Briefe stossen im Durchschnitt doppelt so viel CO2 aus wie E-Mails, vor allem des Transports wegen. Eine E-Mail ist also umweltfreundlicher, aber nur wenn sie in der gleichen Häufigkeit wie Briefe verschickt wird. Doch wir verschicken täglich zahlreiche E-Mails. Gar nicht so einfach ein Gleichgewicht zu finden!

Hier geht’s zum Blog-Post „Im Land der (Papier-)Berge“ von Liubov Dubynets.

 

Eigene Erfahrungen mit der digitalen Welt

Wir schliessen den Kreis vom ersten Computer der Schweiz zur neusten Computertechnologie und einem Ausblick auf einen Blog-Beitrag zur Digitalisierung, der im Herbst 2023 erscheinen wird.

NERDA ist ein Projekt bei uns im Museum, dessen primärer Antrieb die Freude an digitalen Erlebnissen und Entdeckungen ist. NERDA hat sich zum Ziel gesetzt, digitale Anwendungen erlebbar zu machen, und zwar sinnlich, zugänglich, experimentell und mit Spass, auch am Scheitern. Hauptakteurinnen des Projekts sind zwei Kommunikatorinnen. Eine davon wagt ein Experiment im Web 3.0. Wie erinnert sich eine Künstliche Intelligenz (KI) an einen ersten Kuss und auf welche Bild- und Datensätze greift sie dabei zurück? Das fragt sie sich in ihrem Blogbeitrag. Schauen Sie doch immer mal auf unserer Website und unserem MfK-Blog vorbei oder folgen Sie uns in den Sozialen Medien (@mfkbern). So erfahren Sie immer wieder das Neuste zur Digitalisierung im analogen Museum.

 

Kurzreise Gstaad: Ein Kultur- und Naturerlebnis

Von |31.08.2022|Unterwegs|

Unsere Kurzreise nach Gstaad in die Schweizer Berge war geprägt von Kultur, Kulinarik und einer zauberhaften Landschaft. Leider ist die Schweiz immer ein sehr teures Reiseziel – aber auch ein wunderschönes Land. Daher sollte man, wenn es vom Budget her möglich ist, einen Kurztrip zum Menuhin Festival in Gstaad durchaus in Betracht ziehen: Es lohnt sich sehr!

Das Klassik-Musik-Festival wurde 2022 das 66. Mal ausgerichtet. Es findet jährlich im Sommer statt und geht über einen Zeitraum von fast drei Wochen. Vor der imposanten Kulisse der Schweizer Berge wird ein breites musikalisches Repertoire an verschiedenen Aufführungsorten auf die Bühne gebracht. Viele international renommierte Musikerinnen und Musiker sind Teil des Programms.

 

Eine Anreise mit Hindernissen

Ich war dieses Jahr das zweite Mal dabei. Allerdings ist der diesjährige Kurzurlaub eine Reise mit Hindernissen: Mein knapp einen Monat junger Mercedes EQA lässt uns auf der Autobahn bei Bern im Stich. Er muss in die Werkstatt. Da unsere Panne Donnerstag in der Nacht passiert, ist nur der Freitag für die Reparatur zur Verfügung. Nach vielen Stunden am Telefon mit sehr wenig service-orientierten Mercedes-Mitarbeitenden bleibt uns aber nur die Weiterreise mit dem Taxi und der Bahn.

Trotz dieser Widrigkeiten machen wir das Beste aus den drei Tagen Schweiz und erleben eine abwechslungsreiche Zeit mit viel Kultur und einer wunderschönen Naturlandschaft. Einigermaßen versöhnt und zufrieden treten wir am Sonntag – im Zug – die Heimreise an.

 

Tag 1: Gemütliches Flanieren durch Gstaad und Saanen

Am ersten Tag müssen wir uns erst einmal um das kaputte Auto kümmern und starten daher erst mittags mit unseren Aktivitäten. Normalerweise wären wir am Vormittag gewandert, denn dafür ist die Region ideal geeignet. Als Alternativprogramm flanieren wir durch die Orte Gstaad und Saanen.

Gstaad ist ein beliebter Ort der internationalen High Society mit einer langen Tradition als Ski-Ort. Es ist ein pittoreskes kleines Örtchen mitten in den Bergen gelegen. Im Ort gibt es zwei wunderschön anzusehende Schlosshotels und ein paar Läden, die wir allerdings links liegen lassen, weil wir weder bei Louis Vuitton noch bei Prada einkaufen möchten. Den Ortskern bildet ein Platz mit einer kleinen Kapelle, die auch als Spielort für das Festival fungiert. Hier kann man sehr schön in der Sonne sitzen und die Landschaft genießen.

Saanen ist etwas größer als Gstaad und ist zu Fuß etwa eine halbe Stunde entfernt. Dort ist die Auswahl der Geschäfte größer, allerdings nur unwesentlich. Auch Saanen ist idyllisch gelegen und hat mit seinen Holzhäusern, den Geranien vor den Fenstern und vielen kleinen Blumengärten den typischen Charme der Bergregionen.

Wir laufen die Ortschaften ab und entdecken ein nettes Café für einen kurzen Zwischenstopp. Die Gastronomie in Gstaad und Saanen ist – wie in der Schweiz generell – preislich eher gehoben und von guter Qualität. Meine Reisebegleitung bestellt ein leckeres Clubsandwich. Ich gönne mir eine Crepé mit Nutella und Beeren. Beides sehr lecker und für den Start in den Urlaub genau richtig.

Den Nachmittag verbringen wir im Hotel, da uns ein Sommergewitter nach drinnen treibt. Untergekommen sind wir im Gstaaderhof, einem rustikalen Vier-Sterne-Haus mit einem sehr guten Restaurant. Wir spielen Billard und bereiten uns auf den Abend vor, denn für 19.30 Uhr steht unser erster Konzertbesuch auf dem Plan.

Was uns ein Rätsel aufgibt, ist allerdings die abendliche Essens-Organisation: Laut Google-Recherche öffnen fast alle Restaurants in Gstaad erst um 18.30 Uhr. Um 19 Uhr geht der Shuttle Richtung Aufführungsort. Zwischen 21 und 22 Uhr schließen die meisten Restaurants ihre Küche. Also wird es sowohl vor als auch nach dem Konzert mit dem Essen schwierig. Es erschließt sich uns nicht, warum Festival und Gastronomie zeitlich so schlecht aufeinander abgestimmt sind. Wir entscheiden uns dafür, im Hotel zu essen. Da im Gstaaderhof viele Festival-Gäste wohnen, öffnet das Restaurant während der Konzerte früher als üblich. Mit viel Personal und einer vorbereiteten Küche wird optimal auf die zeitliche Planung der Konzertbesucher*innen eingegangen. Man kann entspannt essen, obendrein in hervorragender Qualität.

Unser erstes Konzert findet in der historischen Kirche Saanen statt und ist ein großartiges, musikalisches Erlebnis. Einen ausführlichen Bericht findet Ihr hier. Wir lassen den Abend mit einem nächtlichen Spaziergang durch Saanen und Gstaad ausklingen und sind schon deutlich entspannter, als wir es uns noch vor ein paar Stunden hätten vorstellen können.

Natur in der Schweiz mit Bergen und Wanderweg

Tag 2: Wanderung durch die Schweizer Berge und eine actionreiche Talabfahrt

Es gibt rund um die Orte Gstaad und Saanen verschiedene Gondel-Verbindungen in die Berge. Man kann bis auf 3.000 Meter fahren und auf allen Stationen finden sich eine Reihe von Wander-Routen. Da wir auch heute Abend Konzert-Karten im Rahmen des Menuhin-Festivals haben, müssen wir uns mit einer Halbtages-Tour begnügen. Dies ist aber in dieser Region gar kein Problem, es gibt Tourentipps für jede Kondition und Dauer.

Wir entscheiden uns für eine Gondelfahrt auf den Wispile, den Gstaader „Hausberg“ mit wunderbarem Panoramablick. Nach einem kurzen Aufenthalt und einer kleinen Rundwanderung auf dem Gipfel gehen wir bergab bis zur Mittelstation. Dort leiht sich meine Reisebegleitung ein sogenanntes „Trottinett“, also einen Roller mit extra dicken Reifen. Damit rast er den Rest des Berges herunter. Ein lustiger Spaß und immerhin ein kleiner Action-Punkt, wenn man sich so Highlights wie Paragliding etc. nicht leisten möchte.

Am Abend steht dann die Oper Zauberflöte auf dem Programm. Sie wird in einer halbszenischen Aufführung mit sehr renommierten Künstlerinnen und Künstlern im Festival-Zelt auf die Bühne gebracht. Der Einfachheit halber, essen wir auch an diesem zweiten Abend wieder im Hotel und es ist wieder ein sehr nettes Ambiente mit ausgezeichnetem Essen.

Blick über die Berge in der Schweiz

 

Tag 3: Mit dem Zug durch die Schweizer Berge und nach Köln

Am Sonntag geht es dann schon wieder nach Hause. Da wir auf den Zug angewiesen sind, müssen wir leider schon früh starten. Wären wir wie geplant mit dem Auto unterwegs, hätten wir den Vormittag noch mit einem kleinen Programmpunkt gefüllt. Wir hätten zum Beispiel gerne noch die Sommerrodelbahn auf dem Glacier 3000 ausprobiert – vielleicht beim nächsten Mal.

Die Zugreise dauert zwar ewig (dank Verspätung Deutsche Bahn neun Stunden), führt uns aber immerhin zu Anfang noch einmal ausgiebig durch die Schweizer Berglandschaft. Mich erinnert diese Region immer an die romantischen Landschaftsbauten von Modell-Eisenbahnen. Jedenfalls kam ich mir fast so vor, als säße ich in einer Märklin. 😊

Insgesamt ist ein Besuch des Menuhin-Festivals für mich deswegen so verlockend, weil sich Kultur, Kulinarik und Bergwandern wunderbar zu einem unglaublich entspannenden Kurzurlaub verbinden lassen. Sogar trotz des anfänglichen Ärgers rund um das kaputte Auto hatten wir das Gefühl, aus dem Wochenende gestärkt nach Hause zu kommen. Die besuchten Musikkonzerte werden unvergesslich bleiben und der ruhige Ort mit seiner gewaltigen Natur vermittelt einem das Gefühl von Ruhe und Gelassenheit. Wir werden sicher wiederkommen…

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