3D-Ausstellung: Netflix & Brooklyn Museum

Von |2022-11-28T10:27:06+01:0024.11.2022|Digitalkultur|

Wer bisher von virtuellen Ausstellungen nicht wirklich begeistert ist und das Live-Erlebnis vorzieht, sollte sich einmal die Online-Ausstellung „The Queen and The Crown“ von Netflix und dem Brooklyn Museum ansehen. Vor allem für Serien- und Mode-Fans dürfte diese virtuelle Rundreise ein echtes Highlight sein.

Virtueller Raum für die Mode weiblicher Serienstars

Hintergrund der Kooperation des Streaming-Anbieters Netflix mit dem Brooklyn Museum ist die virtuelle Ausstellung der Mode weiblicher Hauptrollen der Netflix-Original-Serien „The Crown“ und „Das Damengambit“. Die verschiedenen Outfits sind dabei in einem virtuellen Raum ausgestellt, der dem prachtvollen Lichthof des Brooklyn Museums entspricht.

In einer gemeinsamen Darbietung sind die Arbeiten verschiedener Kostümdesignerinnen zu sehen, welche die Damenmode für die beiden Serien entworfen bzw. geschneidert haben. Auch thematisch verwandte Objekte aus der Sammlung des Brooklyn Museums finden in den virtuellen Rundgängen ihren Platz. Kern der digitalen Ausstellung ist jedoch die Erforschung und Verdeutlichung der Bedeutung von Mode für weibliche (Haupt-)darstellerinnen.

Übersicht der Ausstellung The Queen and The Crown

Eine kleine Reise in das Brooklyn Museum

Abstecher in das zweitgrößte Museum New Yorks gefällig? Voilà, mit „The Queen and The Crown” ist das von jedem Ort der Welt aus möglich. Direkt zu Beginn der Webseite ist die Hauptfassade des Brooklyn Museums zu sehen, welche die User*innen mit einem „Drag down to Enter“ einlädt, die virtuelle Ausstellung zu starten.

Nach ein paar eingespielten Hintergrundinformationen gelangen die Nutzer*innen auch schon in die große Halle des Museums, welche inklusive Lichtkuppel detailgetreu in 3D nachgebaut wurde. In einer Übersicht sind nun alle dargestellten Outfits beider Serien zu sehen – die User*innen können beliebig zu den verschiedenen Schaufensterpuppen navigieren. Ich persönlich brauchte ein wenig, um mich zurechtzufinden und zu erkennen, dass sich im linken Teil der Halle die Kostüme aus „The Crown“ und im rechten Teil die der Serie „Das Damengambit“ befinden.

Mode der Serie The Crown in der virtuellen Ausstellung von Netflix und dem Brooklyn Museum

Interaktive Online-Ausstellung in 3D

Mit dem Klick auf ein kleines Plus an den Kleidern erscheinen weitere Informationen sowie Bilder und kleine Clips aus den Serien, welche den Betrachter*innen die Rolle des jeweiligen Kostüms gut nachempfinden und erkunden lassen. Die integrierten und thematisch abgestimmten Ausstellungsstücke des Brooklyn Museums ergänzen die modischen Eindrücke gut und geben der Ausstellung eine zusätzliche historische Komponente.

Auch wenn die gewünschte Navigation an einigen Stellen ein wenig hakt, empfinde ich die Umsetzung als ein kreatives und positives Beispiel einer virtuellen 3D-Ausstellung, bei welcher die betrachtende Person mit Blick auf die entworfenen Kostüme wahrscheinlich etwas genauer hinschaut und mehr erfährt als beim Streamen der Serien.

Detailansicht eines Kleides der Ausstellung The Queen and The Crown

Etwas schade finde ich, dass die Ausstellung nur auf einen Raum begrenzt ist und die Nutzer*innen keine weiteren virtuellen Eindrücke aus dem Brooklyn Museum erhalten können. Die Beschränkung macht allerdings die Navigation auch leichter, da sich die (begrenzte) Funktionsweite des virtuellen Rundgangs schnell nachempfinden lässt – was sicherlich auch dazu führt, sich auf die wesentlichen Informationen der Ausstellungsstücke zu konzentrieren zu können.

Modische Erinnerungsstücke virtuell festgehalten

Insgesamt finde ich es eine schöne Idee, mittels einer virtuellen Ausstellung der weiblichen Kostüme die Geschichten hinter diesen genauer entdecken zu können. Die Zuschauer*innen werden – kostenfrei – eingeladen, die Kostüme und Kunstwerke sehr detailliert zu erkunden und sich, wenn auch virtuell, in die außerordentlich ästhetisch dargestellte Halle des Brooklyn Museums zu begeben.

Eine tolle Möglichkeit für alle Liebhaber*innen von Mode, Serien oder auch virtuellen Reisen nach Brooklyn. 😊

Eine Wundertüte voller Überraschungen

Von |2022-04-28T10:37:24+02:0011.11.2020|Digitalkultur|

Das Seriencamp-Festival ist erstmals online für alle per Stream nutzbar. Sabine Haas urteilt: Die Inhalte sind top, das Format leider flop.

Seit 2015 gibt es das Münchener Seriencamp. Die zuletzt viertägige Veranstaltung war in erster Linie als Publikumsfestival konzipiert, bei dem das Thema Serie im Rahmen öffentlicher und kostenfreier Kino-Vorstellungen zu einem gemeinsamen Erlebnis gemacht werden sollte. Darüber hinaus wurde im Rahmen einer Fachkonferenz der kreative Austausch von Machern, Produzenten und Sendern ermöglicht.

Aktuell wird das Seriencamp coronabedingt erstmals als Online-Event durchgeführt. Es startete am 5.11 mit einer Vorab-Premiere der Serie Spy City und läuft noch bis zum 22.11. Nutzer*innen in Deutschland können sich kostenlos registrieren, um sich die über 70 ausgewählten Serien verschiedener Genres und Herkunftsländer anzusehen. Darüber hinaus gibt es spannende Interviews zu deutschen Neuproduktionen, die während der Fachkonferenz am 6. Und 7.11 geführt wurden.

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