Digitale Konzerte, Museen und Theater – Hat das alles eigentlich eine Zukunft?

Die Lockdowns während der Coronapandemie haben viele digitale Angebote von eigentlich nicht-digitalen Institutionen hervorgebracht. Viele gute und auch nicht so gute Beispiele haben wir hier auf dem Kultur-Blog schon besprochen. Doch wie steht es um die digitalen Kulturangebote im Gesamten? Sabine Haas gibt eine Einschätzung.

 

In Zeiten von Corona bleibt den Kultureinrichtungen nur der eine Weg, um mit dem Publikum in Kontakt zu kommen: Das Internet. Es ist also kein Wunder, dass es inzwischen ein extrem breites Angebot an digitaler Kultur gibt und dieses Angebot täglich weiter wächst. Kulturinteressierte können digital Konzerte besuchen, Theater-Livestreams verfolgen, 360-Grad-Apps auf ihr Handy laden, Podcasts abonnieren und vieles mehr. Das ist toll, denn es zeigt, wie breit die Möglichkeiten digitaler Kulturerfahrungen inzwischen sind.

Dennoch: Immer noch sind viele dieser digitalen Kulturevents eher „Notlösungen“ oder „Ausweichangebote“, die die Pandemie als Ausnahmesituation hervorbringt und die nicht wirklich überzeugen. Der Grund: Vieles ist nicht durchdacht, einiges technisch sehr aufwändig und oft ist die Hürde bei der Nutzung so groß, dass man schon vor dem Einstieg abgeschreckt ist.

Nach einer Reihe von „digitalen Kulturbesuchen“ bekomme ich mehr und mehr den Eindruck, dass es noch eine Weile dauert, bis sich eine attraktive und sinnvolle „digitale Kulturlandschaft“ herausgebildet hat, deren Besuch wirklich Spaß macht – und zwar nicht nur in Zeiten einer Pandemie.

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Von |2021-06-30T14:35:07+02:0004.02.2021|Kulturkommunikation|

Theater für Zuhause, quasi zum Mitnehmen – Geht das?

Theatervorstellungen mit VR-Brillen direkt nach Hause geliefert – das bietet das Startup Inflight VR mit seinem Programm Frontrow an. Sabine Haas hat das Angebot für das Kultur-Blog getestet.

Zu diesem Artikel gibt es auch ein Interview mit Henning Förster von Inflight VR.

 

Auf vieles müssen wir in Corona-Zeiten verzichten und jedem fehlt sicher etwas anderes in besonderer Weise. Mein Mann vermisst derzeit vor allem das Skifahren, meine Kinder ihre Freunde und ich die Kultur. Mein letzter Besuch in Museum, Theater und Oper liegt inzwischen viel zu lange zurück und ich wäre überglücklich, wenn ich das wieder erleben könnte: Live an Kunst und Kultur teilhaben, im Opernsaal sitzen und in der Pause ein Glas Sekt trinken. Darauf müssen wir noch eine ganze Weile warten. Entsprechend spannend fand ich es, als mir kurz vor Weihnachten das Startup Inflight VR seine Idee „Frontrow“ vorstellte: Mittels virtueller Technologie kann man sich Kulturveranstaltungen nach Hause holen und vom Sofa aus genießen – als wäre man live dabei.

Das musste ich natürlich ausprobieren. Wie es funktioniert, wird auf der Website von Frontrow in wenigen Sätzen erklärt: Man wählt die gewünschte Vorstellung aus, legt sie in den Warenkorb und bucht dazu einen Hin- und Rückversand der VR-Brille. Diese wird umgehend zugesendet und man kann über das VR-Headset in das jeweilige Kulturerlebnis einsteigen. Anschließend wird alles wieder verpackt und zurückgeschickt.

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Von |2021-06-30T14:36:46+02:0019.01.2021|Digitalkultur|

Frontrow – Interview mit Henning Förster

Nachdem Sabine Haas das Theater-VR-Angebot von Frontrow – ein Konzept des Münchener Startups Inflight VR – getestet hat, wollte sie mehr wissen. Henning Förster, COO des Startups, hat sich für ein Interview bereiterklärt und spricht über die Pläne des Angebots und was dahintersteckt.

Dieses Interview ist eine Fortsetzung von Sabine Haas‘ Artikel zu Frontrow.

 

Um mehr über das Projekt Frontrow und seine virtuellen Theaterangebote zu erfahren, habe ich mit Henning Förster, dem COO des Startups Inflight VR gesprochen. Er verantwortet das Projekt Frontrow, das im Dezember vergangenen Jahres seine Arbeit aufnahm.

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Von |2021-06-30T14:36:09+02:0019.01.2021|Digitalkultur|
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