Haben Musiker*innen im Lockdown von digitalen Plattformen profitiert, Sylvie Atterer?

Von |2022-05-11T12:11:04+02:0001.12.2021|Digitalkultur|

Livestreaming ist in der Pandemie für viele Musiker*innen zumindest zeitweise die einzige Möglichkeit, vor Publikum aufzutreten. Wie Streaming-Angebote in der Branche angenommen werden und welchen Einfluss sie haben, fragt Mirjam Wilhelm die Musikagentin Sylvie Atterer.

 Wie ich als leidenschaftlicher Musikfan persönlich die Live-Konzerte in den Lockdown-Zeiten vermisst habe, habe ich neulich in meinem Blog-Beitrag zur gegenwärtigen Musikbranche bereits beschrieben. Viele Künstler*innen mussten in der Zeit spontan auf diverse digitale Kanäle ausweichen, um sich mit Livestream-Konzerten über Channels wie Twitch, YouTube oder ihre eigenen Social-Media-Kanäle über Wasser zu halten. Zum Teil gab es auch Events mit Spendenmöglichkeit, wie zum Beispiel die Gothicat Festivalreihe. Teilweise wurden für die Streams Tickets verkauft, durch die sich die Fans dann mit einem Code einwählen konnten. Ob und inwiefern digitale Wege geholfen haben und was davon zurückbleibt, habe ich die Kölner Musikagentin Sylvie Atterer gefragt. Sie betreibt ihre eigene Agentur Sailor Entertainment, in der sie Künstler wie Evanescence, Beyond The Black und Wardruna vertritt.

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Wie hat Corona die Musikbranche verändert?

Von |2022-04-28T10:26:14+02:0027.10.2021|Digitalkultur|

Was bleibt in der Musikbranche aus den Zeiten der Lockdowns hängen? Nach langen Monaten des Live-Streaming gibt es endlich wieder Konzerte. Doch ganz so wie vorher wird es wohl nicht wieder werden, berichtet unsere neue Kollegin Mirjam Wilhelm.

2020 kam der Lockdown. Und damit eine plötzliche Stille. Keine Konzerte, keine Festivals oder sonstige Veranstaltungen mehr. Während das für mich „nur“ eine harte Auszeit im Privatleben bedeutete, hieß das für Musiker*innen und natürlich unzählige Künstler*innen und Kulturschaffende aus diversen Branchen einen kompletten beruflichen Einbruch. Jetzt musste schnell gehandelt und kreative digitale Lösungen erarbeitet werden: Livestreams, Plattenaufnahmen, Chats, Promotion – alles wurde ins Netz verlegt. Einiges war möglich, vieles nicht. Aber das, was möglich war und sich bewährt hat, bleibt auch jetzt noch.

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„Inseln“ – der MDR-Rundfunkchor dokumentiert sein Innenleben

Von |2022-04-28T10:36:33+02:0015.12.2020|Digitalkultur|

Der MDR-Rundfunkchor zeigt in einer Multimedia-Dokumentation eine Corona-Komposition. Was sperrig klingt, ist eine außergewöhnliche Öffnung, die sich der Isolation dieser Zeit zu widersetzen scheint, ohne sie schlicht zu ignorieren, meint unser Autor Nils Bühler.

 

Ich bin kein Fan von Dokus. Die älteren schläfern mich ein, die neueren empfinde ich seit dem Zusatz „-tainment“ als zumindest tendenziös. Doch hin und wieder gibt es dann doch Exemplare, die besondere Einblicke in unbekannte Welten erzeugen. Es ist mal wieder so weit: Ich kann mich über eine Doku freuen. Zu verdanken habe ich das der Coronapandemie.

Die Multimedia-Dokumentation „Inseln“ ist die Corona-Schöpfung des MDR-Rundfunkchors, der wie die meisten Kultureinrichtungen Lockdown-Zwangspausen erlebt. „Inseln“ sollte dem Chor ermöglichen, auch in Zeiten sozialer Distanz gemeinsam zu klingen und eine Uraufführung präsentieren zu können. Da der 72-köpfige Chor wegen Abstandsregeln nicht in leiblicher Kopräsenz singen kann, bleibt zum Zusammenklingen nur eine zeitlich versetzte Performance, die am Schluss zusammenmontiert wird. Das klingt bisher zugegebenermaßen nicht nach einem außergewöhnlichen Konzept – Tonschnitt gibt es schließlich schon seit vielen Jahrzehnten. Doch „Inseln“ ist mehr als eine Montage. Es versucht, das in der Pandemie veränderte Spannungsfeld von Nähe und Distanz zu thematisieren und macht dabei, wie ich finde, vieles richtig.

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Die Livemusik in Zeiten von Corona: Die Stunde der (ganz) Kleinen

Von |2022-04-28T10:38:22+02:0018.08.2020|Unterwegs|

„Das Ende der Livemusik“, „die endgültige Verlagerung der Musik ins Digitale“ oder „Rückkehr zum Bittstellertum“. Was wurde im April nicht schon alles zum Zustand der Musikbranche in den Zeiten von Corona geschrieben? Und jetzt? Schießen Biergärten mit Konzertmöglichkeiten wie Pilze aus dem Boden, und das Publikum nimmt dies dankbar an. Also alles wieder gut? Eine Einschätzung von Digitalredakteur und Musiker Michael Dorp.

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Chatbots zur musealen Wissensvermittlung?

Von |2022-04-28T10:39:24+02:0003.06.2020|Digitalkultur|

Viele Museen haben nach langer Corona-Pause wieder geöffnet. Trotzdem kann man nicht behaupten, der Kulturbetrieb hätte wieder zur Normalität zurückgefunden – und das wird er vermutlich für eine ganze Weile auch nicht. Wie also jetzt Kultur vermitteln? Videokunst, Serien, Games und andere ohnehin (inzwischen) meist digitale Kunst genießen verständlicherweise zurzeit eine erhöhte Auslastung, aber was ist mit all dem Material, das in den Museen sonst so große Aufmerksamkeit erlangt und jetzt ein eher staubiges Nischendasein führt? (mehr …)

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