Alexa Brandt

About Alexa Brandt

Seit 1998 als Digitalredakteurin für die result gmbh tätig, übernahm sie im August 2012 als zertifizierte Social Media Managerin die Leitung der Unternehmenskommunikation und kümmert sich neben der klassischen PR auch um die sozialen Kanäle und das Corporate Blog der Digitalagentur. Zudem verantwortet sie redaktionelle Projekte namhafter Kunden. Seit Juni 2013 ist sie stellvertretende Leitung der Digitalredaktion.

Ein Visionär und Macher: Sonderausstellung zu Kölns berühmtestem Bürgermeister

Tatsächlich gehört das Kölnische Stadtmuseum zu den wenigen Kölner Museen, die ich bislang – eher unbewusst – noch nie besucht habe. Nach einer inspirativen Führung durch die derzeit stattfindende Sonderausstellung mit dem Titel »Konrad der Große« wird es aber sicherlich nicht das letzte Mal sein.

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Von |2017-09-18T13:16:03+00:0018.09.2017|Allgemein, Empfehlungen, Kultur in der Region, Kunst, Museum|

»Wir machen uns die Welt« – Wie man Jugendliche von Kunst begeistert

Jugendliche und Kunst – das ist ein Thema für sich. Es scheint, als wäre es schier unmöglich die Jugend von Kunst und Kultur zu begeistern und sie dafür einzunehmen. Ich selbst habe mich als Kind auch immer davor gedrückt, wenn es um Museumsausflüge ging. »Langweilige« Ausstellungsstücke, deren Wert ich nicht erkannt habe und die verstaubt in großen Hallen herumstanden. Als Kind verstand ich nicht, warum ich sie nicht anfassen darf. Für Kinder bedeutet anfassen und hantieren zu »erleben«. Für mich sollte Kunst kein reines Aufsaugen von Wissen bedeuten. Ich wollte es richtig fühlen dürfen. Da waren Kindermuseen, die zum Berühren und interagieren einluden. Genau richtig für mich, denn sie konnten das erste Interesse wecken. Mittlerweile bin ich älter und damit hoffentlich reifer. Zumindest kann ich mich nun auch für Kunst begeistern, ohne sie anfassen zu müssen (wobei ich das hin und wieder trotzdem gerne machen würde). Das hat allerdings einige Jahre und Kunst-Kurse gedauert. Gibt es vielleicht auch einen einfacheren Weg?  (mehr …)

Von |2017-01-04T15:58:21+00:0004.01.2017|Allgemein, Empfehlungen, Kunst, Literatur|

Serious Game Basel 1610: digital unterwegs auf den historischen Spuren einer Stadt

Ein kleiner Teil einer vergangenen Epoche, die uns im 21. Jahrhundert oft spannend und geheimnisvoll vorkommt, wird durch das Serious Game Basel 1610 einem breiten digitalen Publikum zugänglich gemacht. Serious Games stellen eine Verbindung zwischen Unterhaltung und Lernangeboten dar: Basierend auf realistischen beziehungsweise historischen Ereignissen, betten sie die Vermittlung dieser Informationen in einen spielerischen Kontext ein.  (mehr …)

Von |2016-02-02T15:22:32+00:0002.02.2016|Allgemein, Bildung, E-Learning, Empfehlungen, Serious Games|

Wie Blogger Relations für Kulturinstitutionen funktionieren (Teil 1)

Das Thema Bloggen scheint im Kulturbereich noch immer nicht richtig angekommen zu sein. Rund 6.000 deutschsprachigen Museen stehen aktuell 97 Museums-Blogs (Stand 15. Dezember 2015) gegenüber. »Eine unglaublich schwindend geringe Zahl«, stellt Kulturbloggerin Tanja auf ihrem Blog fest. Dabei stellen Blogger eine unglaubliche Chance für Unternehmen und eben auch Kulturinstitutionen dar. (mehr …)

Von |2016-01-06T12:08:03+00:0006.01.2016|Allgemein, Best Practice|

»All of Bach« bringt Klassik ins Social Web

Das Musikerprojekt »All of Bach« steckt zwar noch in den Kinderschuhen, ist aber schon jetzt mehr als beeindruckend. Die Niederländische Bachvereinigung hat sich in den Kopf gesetzt,  anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums im Jahr 2021 alle Bachwerke als Video ins Netz zu stellen. Das sind insgesamt 1.080 Stücke, die nun Woche für Woche veröffentlicht werden. Bislang wurden bereits 95 Videos hochgeladen.

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Von |2015-12-15T11:00:45+00:0015.12.2015|Allgemein, Musik / Audio|

Neues Portal soll Überblick hessischer Kunstangebote schaffen

Manchmal muss man den Schritt wagen und sich von Altlasten befreien, so wie beim Onlineauftritt des Kulturportals für Hessen.  Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat sich für eine Modernisierung stark gemacht und mit Freude den Relaunch des Portals verkündet. Am 1. Juli war es so weit, das Portal war komplett überarbeitet worden und erstrahlte nun in neuem Glanz. Ab sofort sollen jährlich 90.000 Euro in Redaktion und technischen Support investiert werden.
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Von |2015-12-04T10:15:43+00:0004.12.2015|Allgemein, Film, Kunst, Literatur, Theater / Tanz|

Ersetzen Tablets bald die klassischen Notenblätter?

Kürzlich erzählte mir eine Kollegin begeistert von einem Beitrag über die »Brüsseler Philharmonie«, die angeblich auf klassische »Notenblätter« verzichtet und diese gegen das Tablet eingetauscht hat. »Wow«, dachte ich mir, dass sich die Digitalisierung gerade im Bereich des klassischen Orchesters durchgesetzt haben soll, hat mich fasziniert. Sogleich habe ich mich auf die Suche nach weiteren Informationen gemacht und stieß auf die erste Hürde: Dieser Beitrag ist bereits knappe drei Jahre alt. Aktuelle Infos darüber konnte ich nicht finden. Auch die allgemeine Suche nach »Tablets in der klassischen Musikszene« gestaltete sich zunächst als schwierig. Aber aufgeben wollte ich noch lange nicht: Ich grub mich durch kritische Foren, habe Ausschnitte aus Konzerten der Brüsseler Philharmonie gesichtet und letztlich sogar Interviews geführt. Dies brachte Erstaunliches ans Licht.

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Von |2015-11-03T13:04:52+00:0003.11.2015|Allgemein, Interviews, Musik / Audio|

Mit start your art können Nachwuchskünstler den Markt erobern

Das Online-Auktionshaus start your art bietet jungen Künstlern eine Plattform für ihre Werke, um damit erste Schritte im Kunstmarkt wagen zu können. Gegründet wurde es im Jahr 2010 von der Münchner Kunsthistorikerin Jenny Seul, die eine Plattform für Kunstbegeisterte mit begrenzten Ressourcen sowie junge, noch unentdeckte Künstler bieten wollte. Eine zunächst großartige Idee: Kunst wird damit für alle an jedem Ort und zu jeder Zeit verfügbar. Bisher unscheinbaren Talenten wird gleichzeitig die Chance gegeben, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich aller Welt zu präsentieren. Ohne leidige Zwischenhalte.

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Von |2015-10-13T10:00:59+00:0013.10.2015|Allgemein, Empfehlungen, Interviews, Kunst|

Das papierlose Büro in der Kultur

Schon im April hatte der Social Media Chat Bonn über das papierlose Büro diskutiert. Seitdem schlummert in mir die Idee, dies zu einem Blogposting zu verarbeiten. Naja, schlummern – wohl eher: Ich hatte die Idee, habe sie aber bis jetzt noch nicht umgesetzt.

Es ging um Folgendes: Ist ein papierloses Büro sinnvoll, machbar und gut? Wie sieht es bei Privatleuten, Selbstständigen, Firmen und dem Kulturbereich mit dem papierlosen Büro aus? Das Fazit des Abends war, viele versuchen ein papierloses Büro zu erstellen, aber an vielen Punkten hakt es noch. Zum Teil wird sogar mehr Papier benötigt als zuvor und der Respekt vor dem Original (Rechnung, Unterschrift etc.) ist ungebrochen hoch. Angst vor juristischen Schwierigkeiten, Anzweifeln der Richtigkeit, aber auch ganz praktische Dinge, wie die Schwierigkeit lange Texte am Bildschirm zu lesen, bremsen die Revolution zum papierlosen Büro.

Die Papier-Stapel türmen sich in der Redaktion.

Die Papier-Stapel türmen sich in der Redaktion.

Papierloses Büro für mich?

Mir stellte sich sofort die Frage, wie mache ich das eigentlich? Will ich ein papierloses Büro? Spätestens jedes Jahr, wenn ich die Steuererklärung mache und mich durch einen Berg von Papier wühlen muss, wünsche ich mir die Einfachheit eines digitalen Dokumentes, das man per Knopfdruck nach dem richtigen Keyword durchsuchen kann. Auf der anderen Seite, verstehe ich aber auch die Papierverfechter. Vieles, was mir wichtig ist (Arbeitsverträge, Aufträge, Rechnungen) drucke ich aus und lege es ab. Ich weiß, das muss nicht sein, aber ich tue es trotzdem. Es hilft mir den Überblick zu behalten.

In meinem Beruf als Lektorin und Redakteurin drucke ich bereits sehr viel aus. Korrekturfahnen, Texte, Manuskripte. Alles was länger ist und korrigiert werden will, wird mindestens ein- oder sogar zweimal ausgedruckt und “analog” gelesen. Ich sehe die Fehler einfach besser auf dem Papier. Hier trifft wieder das Argument zu, dass langes Lesen am Bildschirm ermüdet. Obwohl ich sagen muss, das meine Augen – was das angeht – schon seit Jahren immer wieder gut trainiert werden. Gut, es ist nicht gerade gesund. Dass ich während meines Studiums kurzsichtig geworden bin, ist sicherlich eine Folge der Bildschirmarbeit. 😉 Vielleicht waren es aber auch die Stunden in der Bibliothek beim Lesen von Büchern bei schlechtem Licht. Man wundert sich doch, warum man in einer Bibliothek keine vernünftigen Lampen hat, erst recht, wenn es eine alte (historische) dunkel getäfelte Bibliothek ist.

Aber ich komme zu dem Papier zurück. Auf und neben meinem Schreibtisch türmen sich also öfter Papierberge. Das muss sein und das werde ich sicherlich nicht ändern. Aber die organisatorischen Dinge, Verwaltungsangelegenheiten: Hier überlege ich ernsthaft etwas zu ändern. Meine Bank schickt mir schließlich auch schon keine Kontoauszüge mehr, sondern die bekomme ich nur noch als digitale Datei zum Herunterladen. Vielleicht kann ich – abgesehen von Korrekturen – mein Büro auf papierlos umstellen. Das würde zukünftige Umzüge äußerst erleichtern – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Was ist mit dem Kulturbereich?

Im Kulturbereich ist natürlich ebenso das Ziel, irgendwann papierlos zu sein. Aber ich befürchte wir haben da noch einen sehr langen Weg vor uns. Bei uns im Büro wurde zwar immerhin schon auf Greenprinting umgestellt. D. h. nicht jedes Büro hat einen eigenen Drucker, sondern es gibt nur einen Drucker auf jeder Etage, der von mehreren Büros genutzt wird. Aber es wird immer noch gedruckt, als bräuchten wir das Papier und den Toner zum Atmen. Eine Rundmail an 5 Personen, die für eine wichtig war und den anderen 4 in CC geschickt wurde, finde ich sicherlich 3 x ausgedruckt auf unserem Drucker. Die 2 anderen haben mit Sicherheit auch gedruckt, nutzen aber den Drucker im Erdgeschoss. Von der Archivierung und Aufbewahrung dieser ganzen Druckerzeugnisse gar nicht zu reden. Denn es muss ja auch alles aufgehoben werden, falls mal jemand etwas sucht. Unsere Registratur verzweifelt regelmäßig, wenn wieder unbeschriftete und unsortierte Ordner auftauchen, voll gestopft mit Emails und Kram, den wahrscheinlich keinen wirklich mehr interessiert. Aber es ist einfach einfacher, auf Drucken zu klicken und es in einen Ordner zu heften, als sich über eine vernünftige Ablage im PC zu bemühen. Und ja auch Daten brauchen Platz, Speicherplatz.

Andererseits ist so ein Stück Papier einfach unglaublich praktisch. Es kann auch noch nach Jahrzehnten ohne Probleme gelesen werden, es sind keine speziellen Programme notwendig oder bestimmt Hardware. Und so ein abgeheftetes Stück Papier bleibt. Ein Dokument, das vor 30 Jahren vernünftig abgeheftet und beschriftet worden ist, kann heute wieder gefunden werden und bei Fragen weiterhelfen, sei es zu Bildrechten, sei es zu Restaurierungsunterlagen, sei es zu Kontaktinformationen. Das hörbare Aufatmen habe ich schon des Öfteren gehört, wenn ein altes Dokument erfolgreich im Archiv wieder gefunden wurde. 😉

 

Digitale Sammlungen

Neben den üblichen verwaltungstechnischen Dingen eines Büros, ist die Digitalität natürlich inzwischen auch in den Museen und ihren Sammlungen angekommen. Bzw. zumindest das Bewusstsein, dass es praktisch ist, eine digitale Sammlung zu haben. Durchsuchbarkeit, das Finden von Objekten, das Ablegen von Zusatzinformationen in Form von Datenbanken ist bereits in einer normalen Inventardatenbank zu finden. Jedes Objekt bekommt eine Inventarnummer und wird erfasst. Mit Größe, Zustand, Material, eventuell noch weiteren Informationen wie Fundort, Verkäufer, Finder, Restaurator etc. In der Datenbank kann man vieles erfassen. Das eine solche Datenbank den alten Zettelkatalog oder auch die handschriftliche geführten Inventarbücher abgelöst hat, da widerspricht keiner mehr der Nützlichkeit. Wo es noch Zweifel auszubügeln gilt, ist die Digitalisierung von Sammlungen. Alleine schon das Foto eines Objektes hilft in der Datenbank immens weiter. Sei es nun eine mittelalterliche Handschrift oder ein römischer Krug; die Informationen, die bereits über ein Bild übertragen werden, sind vielfältig. Und so lassen sich viele Dinge bereits am PC klären und das Objekt muss nicht erst umständlich aus dem Depot herausgeholt und transportiert werden – erst wenn es tatsächlich benötigt wird, z. B. für eine Ausstellung. Das ist für den Zustand eines Objektes einfach am besten: so wenig wie möglich bewegt zu werden.

Vieles kann erleichtert werden. Schnelle Recherchen – wie etwa, ob es sich tatsächlich um das gesuchte Stück handelt, oder doch nur ein Fragment eines Kruges ist oder gar ein ganz ähnliches Bild, aber nicht das gewünschte – sind durch eine gut gepflegte Datenbank mit digitalen Fotos mehr als hilfreich. Und genau da sind wir an dem Knackpunkt der ganzen Geschichte. Denn egal ob analoger Zettelkasten oder digitale Datenbank, beides muss sorgfältig gepflegt werden. Ein Tippfehler im Schlagwort oder ein falsch abgeheftetes Dokument und schon findet man es nie wieder – es sei denn aus Zufall.

Zurzeit gibt es ein paar Vorreiter, was das Digitalisieren angeht: Als Beispiel sei hier das vielgenannte Rijksmuseum in Amsterdam genannt, die ihre Sammlung zum sehr großen Teil digital im Internet zur Verfügung stellen. Dadurch haben sich dem Museum ganz neue Möglichkeiten eröffnet und auch neue Perspektiven ergeben. Auch deutsche Museen versuchen ihre Sammlungen digital durchsuchbar zu machen und so nicht nur im Museum ihrem Vermittlungscharakter zu entsprechen. Projekte wie das Archiv der Fotografen von der Deutschen Fotothek ist eine sich ständig erweiternde Datenbank zu deutschen Fotografen. Hier können ihre Werke gesucht werden, gleichzeitig wird immer auf den korrekten Urheber, Rechteinhaber etc. verwiesen, so dass alle Rechte gewahrt bleiben und man sofort einen Ansprechpartner (für Leihgaben und/oder Lizenzen) hat. Solche Projekte zeigen, dass es papierlos/digital funktionieren kann – und zwar erfolgreich.

 

Von |2015-10-07T09:45:21+00:0007.10.2015|Allgemein|